Zum Marburg Shop

Stadt ist Preisträger "Kommunaler Klimaschutz 2009"

Geschrieben von: PM Stadt Marburg    Mittwoch, den 03. Juni 2009 um 19:58 Uhr   

Kinderkrippe Froschkönig Marbach (Foto: Stadt Marburg)Die Universitätsstadt Marburg gehört zu den Gewinnern des Bundeswettbewerbs "Kommunaler Klimaschutz 2009", den das Bundesumweltministerium in Kooperation mit der "Servicestelle: Kommunaler Klimaschutz" ausgeschrieben hatte.

Marburg erhielt die Auszeichnung für den auf Initiative des Marburger Bündnisses für Familie unter Leitung von Oberbürgermeister Egon Vaupel und aktiver Beteiligung der "Standortfirmen Behringwerke" - CSL Behring, Novartis Behring, pharmaserv und Siemens Healthcare - erfolgten Bau der Kinderkrippe Marbach, mit dem die Stadt ein Vorbildprojekt für die Kombination ebenso von hoher Energieeffizienz und der Nutzung erneuerbarer Energien geschaffen hat.

Bürgermeister Dr. Franz Kahle nahm heute den Preis aus der Hand von Umweltstaatssekretär Matthias Machnig in Berlin entgegen. Laut Wettbewerbsregeln müssen die Gewinner das Preisgeld in Höhe von 50.000 Euro wieder in die Umsetzung von Klimaschutz-Vorhaben investieren. Kahle erklärte daher: "Der Preis bestätigt nicht nur das bisherige Engagement un-serer Stadt im Klimaschutz, sondern ermöglicht auch unser nächstes Klimaschutz-Projekt, die "Marburger Umweltprämie."

Umweltstaatssekretär Machnig gratulierte Marburg und den weiteren Preisträgern und unterstrich die große Bedeutung und Innovationskraft der Kommunen für einen wir-kungsvollen Klimaschutz. Machnig: "Gerade in den Kommunen gibt es ein enormes Einsparpotenzial bei Energieverbrauch und CO2-Emissionen. Im Rahmen der Klimaschutzinitiative haben wir ein umfangreiches Förderpaket geschnürt, das kommunale Entscheidungsträger unterstützt, ihre Stadt oder ihren Landkreis klimafreundlicher zu gestalten."

CO2-Emissionswerte um 87,5 Prozent gesenkt
Die Kinderkrippe "Froschkönig" im Marburger Stadtteil Marbach, ein Neubau im Passivhaus-Standard (neues Fenster) Die im letzten Jahr errichtete Kinderkrippe in Marbach erfüllt alle Kriterien der Passivhausbauweise. Um auch den minimierten Heizenergiebedarf (Grenzwert nach Passivhauskriterien ist ein Kennwert von 15 kWh/m2a, im rechnerischen Nachweis wurden im Kindergarten Mar-bach 9 kWh/m2a erzielt) durch regenerative Energieträger zu decken, wurde eine solarunterstützte Pelletheizung installiert. Jeder der vier Gruppenräume verfügt über ein separates Lüftungsgerät mit Wärmerückgewinnung, das über Luftqualitätssensoren optimal gesteuert wird.

Abgerundet wurde das energetische Gebäudekonzept durch kindergerechte Elemente: der Garten ist aus dem Obergeschoss über eine zweiläufige Treppenanlage mit integrierter Röhrenrutsche erreichbar, in den Schlafräumen sorgen dimmbare Beleuchtungen und separate, geräuscharme Lüftungsgeräte für eine ruhige und angenehme Atmosphäre.

Mit der Kinderkrippe Marbach ist es gelungen, ein Projekt zu realisieren, das die CO2-Emissionswerte um 87,5 Prozent senkt. Y Trotz der höheren Erstellungskosten durch den verbesserten Dämmstandard reduzieren sich die Lebenszykluskosten des Gebäudes. Damit ist auch eine langfristige Wirtschaftlichkeit des Projekts gewährleistet.

Solarkrippe als "Pilotprojekt"
Die Nutzung von Solarenergie steht im Zusammenhang mit dem Entwurf der "Satzung der Universitätsstadt Marburg zur verbindlichen Nutzung der Solarenergie in Gebäuden", der so genannten Solarsatzung. Damit soll in Zukunft sichergestellt werden, dass solare Energiegewinnung Eingang in die Planung von Wohnungsbauvorhaben und gewerblichen Bauvorhaben findet. Mit dem Einsatz von Solarenergie in diesem und weiteren kommunalen Gebäuden will Marburg mit gutem Beispiel vorangehen.

Ein weiterer Aspekt, der bei der Umsetzung der Kinderkrippe eine zentrale Rolle gespielt hat, ist die Mitgliedschaft der Stadt Marburg im "BioRegio-Projekt Holz Lahn". Ziel dieses Projekts ist die Gewinnung von Raumwärme auf biologischer Basis, um den ständig steigenden Kohlendioxydwerten unserer Atmosphäre wirksam zu begegnen.

Beim Wettbewerb "Kommunaler Klimaschutz 2009", den das Bundesumweltministerium im Rahmen der Klimaschutzinitiative gemeinsam mit der "Servicestelle: Kommunaler Klimaschutz" beim Deutschen Institut für Urbanistik durchgeführt hat, wurden insgesamt 221 Beiträge in drei unterschiedlichen Kategorien eingereicht.

Die Universitätstadt Marburg hat sich mit der Kinderkrippe Marbach in der Kategorie "Innovative technische und/oder bauliche Maßnahmen in kommunalen Gebäuden und Einrichtungen, die z. B. besonders effektiv Energieeffizienz mit der Nutzung erneuerbarer Energien verbinden" beworben. In dieser Kategorie gab es 81 Bewerber, aus denen drei Gewinner ausgewählt wurden, die jeweils ein Preisgeld von 50.000 Euro erhalten. Weitere Informationen zum Wettbewerb unter www.kommunaler-klimaschutz.de/.

 

Quelle: PM Stadt Marburg

 
© Division IT Consulting. Alle Rechte an Texten und Bildern vorbehalten. Vervielfältigung - auch in Auszügen - bedarf der ausdrücklichen, schriftlichen Genehmigung des Rechteinhabers.